18.10.2010

 Schulordnung der Gemeinde Burg-Reuland

 

EINLEITUNG

 Wenn tagtäglich zahlreiche Menschen (Kinder, Lehrpersonen, Raumpflegepersonal, Mittagsaufsichtspersonal, ...) in unseren Schulen zusammenkommen, dann kann natürlich nicht jeder tun und lassen, was er will. Ohne eine klare Ordnung sind ein positives Arbeits- und Sozialklima nur schwer möglich. Zwischenmenschliche Konflikte entstehen dabei durch Unachtsamkeit oder Rücksichtslosigkeit. Zu einem harmonischen Zusammenleben gehören für alle Beteiligten Rechte, aber auch Pflichten:

 
1 SCHULORDNUNG DER GEMEINDE BURG-REULAND


1.1. SCHÜLER:

Jeder Schüler hat das Recht...

- altersangemessene Aufgaben in eigener Verantwortung zu übernehmen, um seine   Selbstständigkeit zu erweitern; (M. Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun.“)

- seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten gemäß gefördert aber auch gefordert zu werden;

- regelmäßig Rückmeldungen über seinen aktuellen Leistungsstand und über seine Lernfortschritte zu erhalten (ein Zeugnis pro Trimester, mündliche oder schriftliche Mitteilung der LP);

- auf eine gleichberechtigte Behandlung unabhängig von Geschlecht, Alter, Religion oder Hautfarbe;

- seine Kreativität, seine Gefühle, Gedanken und Erlebnisse mündlich, schriftlich oder gestalterisch zum Ausdruck zu bringen;

- sich eine eigene Meinung zu bilden, diese frei zu äußern und gegenüber anderen zu vertreten;

- Probleme anzusprechen und Lösungsvorschläge zu unterbreiten;

- altersangemessene Hilfestellungen vonseiten seiner Mitschüler, Eltern und Lehrpersonen zu erfahren (längere Krankheit, Fördermaßnahmen, usw.);

- bei Disziplinarmaßnahmen angehört zu werden. 


Jeder Schüler hat die Pflicht...

- sich höflich und respektvoll allen anderen (Lehrpersonen, Mitschüler, Aufsichts- u. Raumpflegepersonal, Besucher der Schule) gegenüber zu benehmen: Begrüßung, Ansprache der LP („Frl./H. Lehrer + Vorname“, SL: „Fr./H. + Nachname“) Umgangssprache, Manieren;

- die ihm auferlegten (Haus)Aufgaben zeitig, sorgfältig, gründlich und - je nach Aufgabenstellung - selbstständig zu erledigen;

- sein Tagebuch (ab dem 5. Schuljahr) selbstständig zu führen. Das Tagebuch stellt die Verbindung zwischen Elternhaus und Schule dar. Hier werden die Hausaufgaben und Mitteilungen eingetragen. Das Tagebuch soll täglich von den Eltern eingesehen u. 1 x wöchentlich unterschrieben werden.

- das Schulmaterial, das Schulgebäude und das Eigentum der anderen zu achten und fü Ordnung und Sauberkeit zu sorgen;

- pünktlich und regelmäßig an allen schulischen Aktivitäten teilzunehmen;

- sich an Vereinbarungen und Regeln im Sinne des Allgemeinwohls zu halten;

- seine Fähigkeiten und Fertigkeiten auszuschöpfen und einzubringen, sich aktiv am Unterrichtsgeschehen und Schulleben zu beteiligen u. Anstrengungsbereitschaft zu zeigen;

- bei Abwesenheit Versäumtes nachzuholen (Tagebuch, Hefte, usw.). Ab dem 5. Schuljahr sollte jeder Schüler sich selbst informieren.

- folgende Turn- und Schwimmsachen mitzubringen:

   - Turnschuhe mit heller Sohle, Turnhose, 2 T-Shirts (oder Jogginganzug);

   - Badehose (oder -anzug), Bademütze, Handtuch, frische Unterwäsche;

 

1.2. LEHRPERSONEN:

 Jede LP hat das Recht... 

 -  von den Eltern eine Begründung zu erhalten, wenn die schulischen Pflichten eines Kindes (Hausaufgaben, usw.) vernachlässigt wurden oder wenn der Schüler (aus triftigen Gründen) nicht an einer schulischen Aktivität teilnehmen kann;

-  von den Eltern über schwerwiegende und ansteckende Krankheiten (Diabetes, Masern, Befall von Läusen, usw.) unmittelbar in Kenntnis gesetzt zu werden, um einer weiteren Verbreitung möglichst vorzubeugen;

- über mögliche Ursachen von Lernschwierigkeiten in Kenntnis gesetzt zu werden;

- vom Schulträger/Schulleiter rechtzeitig über relevante Rundschreiben und Dekreteinformiert zu werden;

- vom Schulleiter/Kollegen über schulinterne und außerschulische Aktivitäten sowie Beschlüsse des Pädagogischen Rates zeitig informiert zu werden;

- auf eine eigene Gestaltung des Unterrichts, d.h. selbst festzulegen, wann er welche Unterrichtsinhalte wie vermittelt (allerdings unter Berücksichtigung der Rahmenpläne);

- evtl. in Zusammenarbeit mit dem Schulleiter Sanktionen (Strafmaßnahmen, zeitweiliger Schulausschluss oder sogar Schulverweis) zu verhängen bei:

a) unerledigten Aufgaben;

b) Nichteinhaltung der Schulordnung bzw. der Klassen- oder Schulregeln;

c) aggressivem oder unhöflichem Benehmen anderen gegenüber;

d) mutwilliger Beschädigung des Materials.

 

Jede LP hat die Pflicht...

- ihren Dienstplan zu befolgen, d.h. für einen reibungslosen und pünktlichen Ablauf des Unterrichtsstundenplanes, des Aufsichtsplanes und des vom Schulleiter oder Kollegium erstellten Vertretungsplanes zu sorgen;

- die Leitung einer Klasse und die Durchführung der damit verbundenen Verwaltungsaufgaben, wie das Verfassen von Berichten und Zeugnissen (3 x pro Schuljahr), die Führung des Anwesenheitsregisters, Aufbewahrung der Tests des 5. und 6. Schuljahres usw. zu übernehmen;

- die Vorbereitung, Durchführung und Nachbearbeitung des Unterrichts (individuell und in Teamarbeit) schriftlich festzuhalten (Führen eines Lehrertagebuches, Schulinternes Curriculum);

- den Leistungsstand seiner Schüler regelmäßig zu überprüfen, die Hefte, die Tagebücher (bis zum 4. Schuljahr) und wichtige Schülerarbeiten zu verbessern und ggf. eine Bewertung  zu erteilen:

formativ: Kommentar, mögliche Hilfestellungen vorschlagen usw.

normativ: in Form einer Zensur;

- sich mit seinen Kollegen auszutauschen u. zusammenzuarbeiten (Aufteilung der anfallenden Aufgaben). Besonders bei Halbzeitkräften ist es unabdingbar, sich 1 x wöchentlich  persönlich zu treffen, um den Unterricht gemeinsam zu planen und dies schriftlich festzuhalten;

- den Schüler im affektiven, sozialen und erzieherischen Bereich persönlich zu betreuen;

- den Schüler mit seinen individuellen Fähigkeiten und Interessen bestmöglich zu fördern;

- sich an der Verwirklichung des Schulprojektes und an der internen und externen Evaluierung der Schule zu beteiligen;

- in der Schule/in seiner Klasse für Ruhe, Sauberkeit und Ordnung zu sorgen;

- offen und ehrlich gegenüber den Kindern, Kollegen, Schulleitung, Eltern und Schulträge zu sein;

- die Eltern frühzeitig über Probleme jeglicher Art in Kenntnis zu setzen, nach Möglichkeit Hilfestellungen anzubieten und bei Einverständnis der Eltern mit externen Dienststellen (siehe Schulprojekt Punkt 4.2) zusammenzuarbeiten;

- für regelmäßige Elternkontakte (Terminabsprache und Gespräche außerhalb der Unterrichtszeit), Versammlungen (Klassenrat, usw.) und für das öffentliche Leben der Schule (Schulfeste, usw.) auch außerhalb der Unterrichtszeit zur Verfügung zu stehen;

- regelmäßig an den drei gesetzlich vorgeschriebenen Konferenztagen und eigenverantwortlich (in Absprache mit der Schulleitung) an Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen teilzunehmen (auch für Halbzeitkräfte);

- den Schulschlüssel nicht herauszugeben;

- Maßnahmen zur Energieeinsparung zu unterstützen: Licht ausschalten beim Verlassen der Klassen, Heizkörper vor dem Wochenende/vor den Ferien auf 1 stellen,usw.

- Folgende Dokumente zu archivieren:

Berichte des Klassenrates, Register (u. Belege für Abwesenheiten),

Prüfungsunterlagen u. Zeugnispunkte (siehe Bildungsserver : Archivieren von Schülerdokumenten)

-   Die unterschriebenen Dienstaufträge zu befolgen.

 

1.3. SCHULLEITER:        

 Der Schulleiter hat das Recht

- über alle außerschulischen Aktivitäten, d.h. sobald das Schulgelände verlassen wird,

informiert zu werden;

- über Schüler mit erhöhtem Förderbedarf informiert zu werden;

- über die Einschreibung eines „auswärtigen“ Schülers in Absprache mit dem Schulträger zu entscheiden (siehe Punkt 3.1.1: Einschreibungsverfahren);

- umgehend von Krankheiten oder Abwesenheiten der Personalmitglieder oder von Unfällen der Schüler in Kenntnis gesetzt zu werden;

- über schwerwiegende Ordnungs- und Disziplinarverfahren gegenüber Schülern unterrichtet zu werden.

 

Der Schulleiter hat die Pflicht...


-  die pädagogische Führung der Schule zu gewährleisten, d.h.


a) die Führung und Begleitung des Personals der Schule (besonders bei Neuanfängern), dazu gehören u.a.

- Unterrichtsbesuche, Personalentwicklungsgespräche u. Beurteilungsberichte;

- Überwachen der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen, der Dienstaufträge u. -zeiten;

- Einsicht in das Register, das Tagebuch, die Vorbereitungen u. die Arbeiten zur Leistungsermittlung;

- interne Evaluation in Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium u. den Eltern;

b) eine gute Zusammenarbeit zwischen den Lehrpersonen, mit dem Elternhaus und den externen Partnern zu unterstützen;

c) Konfliktsituationen zeitig zu erkennen und zu einer (demokratischen) Lösung zu führen, indem er den Schülern, Eltern, Lehrpersonen und dem Schulträger zuhört, mit ihnen dis-kutiert, organisiert und Entscheidungen trifft;

d) die Leitung des Pädagogischen Rates, der Klassenräte, der Versammlungen und Konfe-renzen (je nach Bedarf) zu übernehmen;

e) die Unterrichts-, Personal- und Organisa-tionsentwicklung der Schule zu fördern;

f) regelmäßige Anpassung des Schulprojektes und Abgleichen mit dem Erziehungsprojekt des Schulträgers und dem Gesellschaftsprojekt des Ministeriums;


- die organisatorische Führung der Schule zu gewährleisten, d.h.


 a) alle anfallenden administrativen Arbeiten, die in seinen Zuständigkeitsbereich fallen, zu erledigen, vorausgesetzt, dass ihm alle nötigen Unterlagen vorliegen (Archivierung: Klassenratsprotokolle, Matrikelbuch, Schülerakten, Liste: Schüler mit GAZ, Personalakten: LP);

b) den laut Dekret vorgesehenen Auftrag an das Personal (Unterrichtsorganisation, Aufsichtspläne, Vertretungen, usw.) den Bedürfnissen entsprechend  auszuarbeiten und den Personalmitgliedern mitzuteilen;

c) den Schulträger über die Arbeit der Personalmitglieder und das allgemeine „Funktionieren“ einer Schule auf dem Laufenden zu halten, um so möglichen Problemen weitgehend vorzubeugen.

d)  die Organisation und Durchführung (außer)schulischer Aktivitäten (Projekte, Feste, Ausflüge, Elterngespräche, usw.) je nach Bedarf zu unterstützen;

e) die Schule nach außen hin zu vertreten, d.h. Kontakte zu knüpfen, die dem guten Funktionieren, der Entwicklung und dem Ansehen der Schule förderlich sein können;

f) seine eigene und die Fort- und Weiterbildung des Personals je nach Bedürfnissen mit den zuständigen Gremien zu planen;


1.4 ELTERN
:

 Die Eltern haben das Recht...

 - über alle Angelegenheiten u. den aktuellen Leistungsstand ihres Kindes regelmäßig und   zeitig unterrichtet zu werden (Tagebuch, Zeugnis, mündliche Rückmeldung, usw.), insbesondere bei gravierenden Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten;

- zur (demokratischen) Entscheidungsfindung aller Angelegenheiten, die die Schule als Ganzes betreffen, ihren Beitrag zu leisten (Schulfeste, Schulordnung, Schulprojekt);

- ihre Meinung zu äußern, jedoch im Respekt aller Beteiligten (Schüler, Eltern und Lehrpersonen) und außerhalb der Unterrichtszeiten (nicht unmittelbar vor Unterrichtsbeginn). Beschwerden werden zuerst mit der betroffenen Lehrperson besprochen und nur wenn nötig mit dem Schulleiter. Konfliktgespräche sollten nicht im Beisein der Kinder geführt werden, da ansonsten die Autorität der LP untergraben wird!

- in Fragen, die die Weiterentwicklung des Kindes betreffen, angehört und beraten zu werden.

 

Die Eltern haben die Pflicht...

 - daran mitzuwirken, dass das Schulprojekt der Schule und das damit verbundene Bildungs- und Erziehungsziel in konstruktiver Zusammenarbeit erreicht werden kann;

- für eine ausreichende „Grundausstattung“ des Kindes zu sorgen:

a)  körperlich: ausreichend Schlaf (mind.10 Std.) und Bewegung, gesunde Pausen-brote u. Frühstück am Morgen, ein vernünftiges Maß an „Bildschirmpräsens“, Erziehung zur Hygiene, usw.

b)  materiell: gepflegtes Schulmaterial, regelmäßige Kontrolle des Tagebuches;

c) schulisch: Interesse und Unterstützung bei der schulischen Arbeit (Hausaufgaben);

Das Tagebuch soll täglich eingesehen und einmal wöchentlich unterschrieben werden;

- für eine pünktliche u. regelmäßige Teilnahme des Kindes an allen Unterrichtsaktivitäten (auch Turnen und Schwimmen) zu sorgen. Dies beinhaltet auch, dass ärztliche Termine u. der Urlaub außerhalb der Unterrichtszeit zu legen sind. Urlaubsfahrten außerhalb der regulären Schulferien sind gesetzlich nicht erlaubt und werden automatisch von der Schulleitung der Schulinspektion gemeldet. Die LP werden nicht angehalten, im gegebenen Fall bei der Aufarbeitung des Unterrichtsstoffes behilflich zu sein. Wer vor dem 30. Juni abwesend ist (außer bei „höherer“ Gewalt), erhält sein Zeugnis erst nach den Ferien im September;

- den Lehrer über jede Abwesenheit des Kindes und deren Gründe zu informieren:

- mündliche oder schriftliche Entschuldigung bei halb- oder ganztägiger Abwesenheit;

- ärztliches Attest bei mehrtägiger Abwesenheit (ab dem 4. Tag). Es sollten Absprachen mit der LP bezüglich der Aufarbeitung  des Unterrichtsstoffes und dem Weiterleiten der Hausaufgaben getroffen werden. Sollte ein Kind längere Zeit abwesend sein, besteht die Möglichkeit des Unterrichts für kranke Kinder (087/329330). Sollte ein Schüler in der Primarschule mehr als 20 halbe Tage unentschuldigt abwesend sein, erfolgt eine Mitteilung an die Inspektion.

- bei Läusebefall müssen die Eltern anhand eines Formulares (Schulleitung) nachweisen, dass eine Behandlung begonnen wurde. Erst dann dürfen die Kinder die Schule wieder besuchen.

- die Schulleitung aus organisatorischen Gründen frühzeitig von einem Schulwechsel ihres Kindes in Kenntnis zu setzen.


1.5. SCHULTRÄGER:

 Der Schulträger hat das Recht...

- aus Gründen des guten Funktionierens einer Niederlassung eine Lehrperson/Lehrpersonen zu versetzen, wobei die Kontinuität innerhalb eines Kollegiums nach Möglichkeit gewahrt bleibt (die Ernennung einer Lehrperson erfolgt immer auf Gemeindeebene und nicht für eine Niederlassung: s. Amtliche Mitteilung: 24.6.2010);

- ein wöchentliches Treffen der Halbzeitkräfte zu verlangen;

- darauf hinzuweisen, dass das Betreten des Schulhofes für Kinder außerhalb der Schul- bzw. Aufsichtszeiten auf eigene Gefahr geschieht und die Eltern für Sachbeschädigungen ihrer Kinder haften müssen;

 
Der Schulträger hat die Pflicht...

-  Informationen, die die Schule betreffen, an die Schulleiter weiterzuleiten;

-  dafür Sorge zu tragen, dass das Erziehungsprojekt im Einklang mit dem Gesellschaftsprojekt der DG steht;

- den laut Dekret (Art. 96) vorgesehenen Auftrag an den Schulleiter zu erteilen;

- die Gebäude in einem guten Zustand zu erhalten;

- regelmäßige Kontakte mit den Personalmitgliedern aufrecht zu erhalten.



1.6. RAUMPFLEGEPERSONAL

Das Raumpflegepersonal hat das Recht...

- ordentlich aufgeräumte Klassenräume, Toiletten… vorzufinden.

 

Das Raumpflegepersonal hat die Pflicht...

 - für saubere Räume Sorge zu tragen, d.h.:

a) täglich die Mülleimer zu leeren und zu reinigen;

b) 1 x wöchentlich gründlich nass zu putzen und Staub zu wischen (Regale, Fensterbänke, Waschbecken, usw.);

c) die Teppiche regelmäßig zu staubsaugen;

d) 1 x wöchentlich die Handtücher, Lappen, usw. zu waschen;

e) 3 x jährlich die Fenster zu putzen;

f)  1 x jährlich Hausputz zu machen;

g) täglich die Toiletten hygienisch sauber zu halten;

h) außerhalb der Schulzeiten zu arbeiten;

i) insofern vorhanden: 1 x jährlich die Schächte der Kellerfenster zu reinigen.

j) den Schulschlüssel nicht herauszugeben;

 

1.7. AUFSICHTSPERSONAL:

Das Aufsichtspersonal hat das Recht...

- wie eine Lehrperson respektiert zu werden;

- unter Berücksichtigung der schulinternen Vereinbarung Sanktionen zu verhängen –

  (siehe 5.1.8.)

- die Kinder zu beauftragen, ihren Essplatz sauber und aufgeräumt zu verlassen;

- den Aufenthaltsort nach dem Essen - je nach Wetterlage - selbst zu bestimmen.

 

 Das Aufsichtspersonal hat die Pflicht ...

- pünktlich zu erscheinen;

- für Ruhe und Ordnung u. die Einhaltung der Tischmanieren zu sorgen;

- die schulinternen Vereinbarungen zu beachten;

- darauf zu achten, dass der Raum sauber verlassen wird;

- die Kinder während der dafür vorgesehenen Zeit zu beaufsichtigen (letztlich trägt      sie die volle Verantwortung!


1.8. ORDNUNGS- UND DISZIPLINARMAßNAHMEN

 
Wer diese Regeln nicht einhält, ist nicht besonders mutig.

Er handelt vielmehr gegen Vereinbarungen, die wir erarbeitet haben.

Verstoße ich gegen unsere Vereinbarungen, muss ich mit Konsequenzen rechnen.

 

Positives Benehmen hat zur Folge…

- dass man sich beim gemeinsamen Spiel amüsieren und austoben kann;

- dass man besonders gelobt wird (Mitteilung auch an die Eltern);

- dass man eine Belohnung erhält (gute Punkte...) oder eine besondere Aufgabe wahrnehmen darf;

 Das Verstärken von angemessenem Verhalten und Leistungsfortschritten hat positive Auswirkungen auf Lernprozesse, aber auch auf das Selbstwertgefühl und die Wahrnehmung von Selbstwirksamkeit.

Wenn jemand geärgert wird, kann er sich so wehren:

- Er geht weg, er hört weg.

- Er spricht mit dem anderen u. sucht nach Lösungen.

- Er holt die Aufsicht.

- Wenn zwei sich streiten, kann man sagen:

„Hört auf!“ „Wir holen Hilfe.“

„Wie können wir den Streit beenden?“

- Nach dem Streit entschuldigt man sich.

 

Devise: Erzieherische Maßnahmen haben Vorrang vor Ordnungsmaßnahmen!

 

Mögliche Sanktionen: Der Schüler muss

 * seine Gedanken zu seinem Fehlverhalten aufschreiben,

* eine (Haus)Aufgabe erledigen, die in Zusammenhang mit seinem Fehlverhalten steht und ggf. von den Eltern unterschrieben wird;

*  der Eintrag einer Bemerkung ins Tagebuch, die von den Eltern unterschrieben wird;

*  eine „Auszeit“ zum Nachdenken nehmen (evtl. werden die Ziele für eine Verbesserung des Verhaltens in Form eines „Schülervertrags“ schriftlich festgehalten);

*  dem Betreffenden eine Freude bereiten, sich entschuldigen, um Verzeihung bitten,den Schaden ersetzen und wiedergutmachen Bei mutwilliger Beschädigung von fremdem Eigentum ist der Erziehungsberechtigte zu vollem Schadensersatz verpflichtet.

* die passende Schulregel abschreiben, damit er sie sich besser merken kann.

 

Bei schwerwiegenden Angelegenheiten oder außergewöhnlichen Fällen sind der vorübergehende Ausschluss vom Unterricht, von einzelnen Unterrichtsaktivitäten, vom Verbleib in der Schule während der Mittagspause, der Schulverweis sowie die Umorientierung zum Zentrum für Förderpädagogik die einzigen Disziplinarmaßnahmen.

Sie werden vom Schulträger oder vom Schulleiter ausgesprochen. Das Verfahren wird in Artikel 42-45 des Grundlagendekretes im Einzelnen erklärt.

 

1.9. SCHULFERIEN- UND SCHWIMMKALENDER:

Der Ferien- und Schwimmkalender erscheint einmal jährlich zu Beginn des Schuljahres.