08.10.2010
Schulprojekt

                           

08.10.2010

1 Einleitung

1.1.  Ausgangslage

1.2.  Bezug und Verbindlichkeit: Rahmenpläne, pädagogischer Rat


2 Leitbild der Schule:

2.1  Fordern und Fördern, Fairness, Frohgemut, Fortschritt

2.2  Entwicklungsschwerpunkte:       


3 Lern- und Lebensgemeinschaft Schule:

3.1. Schüler:

3.1.1.  Einschreibung

3.1.2  Kompetenzerwartungen:

a)         fachliche Kompetenzen: Rahmenpläne

b)         überfachliche Kompetenzen:

c)         Maßnahmen bei Hochbegabung/Lernschwierigkeiten:

d)         Leistungsprinzip u. – beurteilung

            Klassen- u. Vergleichsarbeiten, Grundschulabschlusszeugnis (GAZ)


3.2. Lehrer:

3.2.1.  Unterrichtsauftrag: Was ist guter Unterricht?

3.2.2.  Erziehungsauftrag

3.2.3.  Zusammenarbeit und Weiterbildung

3.2.4.  Unterrichtsinhalte: Schulinternes Curriculum (SIC)


3.3. Schulleitung:

3.3.1  Unterrichtsorganisation

3.3.2  Pädagogische Leitung u. Qualitätssicherung

3.3.3  Administrative Aufgaben

3.3.4  interne u. externe Kommunikation


3.4.
Eltern:

3.4.1.  Kommunikation

3.4.2.  Kooperation


3.5. Schulträger:


4 Externe  Institutionen:

4.1  Ministerium

4.2  Externe Partner


Schulprojekt: Gemeinde Burg-Reuland

1. Einleitung:

1.1 Ausgangslage:

Unsere Schulen befinden sich in einer wunderbaren landschaftlichen, natürlichen und historischen Umgebung, was zu einer Bereicherung unserer Unterrichtsinhalte beiträgt. Sie wurden allesamt in den neunziger Jahren neu errichtet oder grundlegend renoviert und modern ausgestattet. Auch die äußeren „Rahmenbedingungen“ empfinden wir als sehr vorteilhaft : großes Platzangebot, innerhalb und außerhalb der Gebäude (naturnahe Holunderspielplätze, die ideale Ausgleichsmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Unterrichtseinheiten bieten. Weiterhin sind sie ein beliebter Treffpunkt für Kinder und Jugendliche – auch außerhalb der Schulzeiten; so kann sich aus der Schulgemeinschaft eine Dorfgemeinschaft entwickeln), außerschulische Betreuung, Mittagsaufsicht, kurze Schulwege.

Unsere Niederlassungen befinden sich in der vertrauten Umgebung des Wohnortes in der Nähe zum Elternhaus.

Das soziale Umfeld unserer Schulen ist äußerst homogen und ausgeglichen.

Wegen unserer Nähe zur französischen Sprachengrenze haben wir uns (im Rahmen unserer Möglichkeiten) für die Immersion dieser Kinder geöffnet.

Die Lage im Dreiländereck Deutschland – Luxemburg – Belgien spiegelt sich in den gemeinsamen Aktivitäten der Vereinigung „Islek ohne Grenzen“ und in länderübergreifenden Projekten (z.B. : MOQS → Sportunterricht…) wider.

In den Kindergärten wird der Unterricht in altersgemischten Schülergruppen durchgeführt.

Ähnlich ist es in den Primarschulen, wobei an drei von sieben Standorten vom 1. – 6. Schuljahr gemeinsam gelernt, gelehrt und entdeckt wird; in vier Niederlassungen bilden wir zwei Einheiten, jeweils vom 1. bis 3. und vom 4. bis 6. Schuljahr.

Diese altersgemischten Gruppen ermöglichen ein jahrgangsübergreifendes, selbstständiges, verantwortungsvolles und vor allem soziales Lernen (und wichtiges Knüpfen von sozialen Kontakten). Nicht zu unterschätzen ist dabei die gemeinsame Vermittlung der Werte. Das alles ist geprägt von gegenseitigem Helfen und dient somit der natürlichen Förderung der sozialen Kompetenzen.

Das kann man als großen Vorteil der kleinen Dorschulen betrachten, der sich später nach der Grundschulzeit auch wie ein roter Faden in der Sekundarschule fortsetzt. Ein weiteres Plus ist die Möglichkeit des Lernens auf gleichem Niveau (Kinder verschiedenen Alters lernen gemeinsam). Der Zweitsprachenunterricht wird seit vielen Jahren und auch in Zukunft (wenn das Stundenkapital es nur irgendwie möglich macht) durch „Native speaker“ (Französisch als Muttersprache) erteilt.

In unserer kleinen Lebensgemeinschaft kennt natürlich jeder jeden. Es erübrigt sich in diesem Zusammenhang von Übergängen (Stufen) zu sprechen. Jede Lehrperson kennt jedes Kind.


1.2 Bezug und Verbindlichkeit:

Gesetzesgrundlagen

Unter Anwendung des im Jahre 1998 von der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft verabschiedeten Grundlagendekretes und des im Jahre 1999 verabschiedeten Dekretes für das Regelgrundschulwesen und des Erziehungsprojektes der Gemeinde Burg-Reuland hat der Pädagogische Rat unserer Schule dieses Schulprojekt selbstständig erarbeitet.

Bei der Planung und Durchführung der Unterrichtsaktivitäten strebt die Schule die Umsetzung des Aktivitätenplans im Kindergarten sowie die Umsetzung der von der Regierung verbindlich vorgegebenen Rahmenpläne (Unterrichtsinhalte) in der Primarschule an. Hierzu erarbeitet das Lehrerteam langfristig (ab Schuljahr 2012-2013) in Zusammenarbeit mit unseren anderen Schulen und dem pädagogischen Dienst des Ministeriums für jeden Fachbereich schulinterne Curricula, welche als Teil des Schulprojektes den Weg weisen und ein wichtiger Teil der Qualitätsentwicklung an unseren Schulen sein werden.

Der Pädagogische Rat tagt 4 x jährlich und setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: eine Lehrperson (LP) aus jeder Niederlassung, der Schulschöffe und die Schulleiter. Bei Bedarf können externe Personen zur Information oder Beratung hinzugezogen werden. Der PR bespricht Themen der Schulorganisation (Stundenpläne, didaktisches Material, Schulprojekt, Methodik) sowie der Schul- (Evaluation, Konferenzen, Projekte) und Personalentwicklung (Weiterbildung). Die Mitglieder des PR informieren die anderen Personalmitglieder der jeweiligen Niederlassung.

Jedes Personalmitglied ist verpflichtet, die Beschlüsse des PR – die in Protokollen festgehalten werden - umzusetzen.


2. Leitbild:

2.1 Leitspruch:

Der Turnwahlspruch „Frisch, fromm, fröhlich, frei“ wurde durch einen  

Schüler  des „Turnvaters“ Friedrich Ludwig Jahn im 16. Jh. geprägt. Die 

Abkürzung FFFF wurde zum so genannten „Turnerkreuz“ zusammengestellt. 

Aus dieser Maxime definieren wir für das Leitbild unserer Schulen folgende

Schwerpunkte:

Fordern und Fördern: „Kompetenzorientierter Unterricht findet eine Balance zwischen Fördern und Fordern, indem er gestufte Ziele setzt, die die Schüler herausfordern, ohne sie resignieren zu lassen.“ (Rahmenplan der DG, S. 10).

Wir fordern von unseren Schülern, die Bereitschaft sich anzustrengen, aktiv am Unterricht und Schulleben teilzunehmen und seine Stärken und Schwächen selbst-kritisch einzuschätzen und einzubringen.

Wir fördern unsere Schüler bestmöglich entsprechend ihren Ressourcen in weitgehend leistungshomogenen Teilgruppen (äußere Differenzierung) und  gemeinsamen Projekten: Lesegruppen, LRS-Förderung usw.

In einem immens hohen Maße hängen Leistung und Leistungsfähigkeit beim jungen Menschen (und nicht nur bei ihm!) davon ab, dass er sich geborgen weiß und andere ihm Leistungsfähigkeit und Leistungswillen zutrauen. Nur in diesem Zutrauen und Vertrauen erblüht der Mensch zu dem, was er sein kann und sein soll. Viel wichtiger als Tadel oder gar Strafe – von der uns bekannten autoritären Erzieherhaltung ganz zu schweigen – sind Ermutigung, Lob, Bestätigung : das, was Johann Heinrich Pestalozzi pädagogische Liebe genannt hat.

Fairness: fairer, wertschätzender und respektvoller Umgang aller Schulakteure miteinander, auch und insbesondere in Konfliktsituationen, d.h. gutes Benehmen, das Beherrschen der gesellschaftlichen Verhaltensregeln wie Höflichkeit, gepflegte Umgangssprache, angepasste Kritikäußerung usw.;

Frohgemut: Unsere Schule soll die Schüler befähigen, sich mit Zuversicht den Aufgaben und Herausforderungen der Schule und des Lebens im 21. Jh. zu stellen Das Erlangen der überfachlichen Kompetenzen (personale, soziale und Methodenkompetenz) und der fachbezogenen Kompetenzen ist die inhaltliche Grundlage unserer Unterrichtsarbeit.

Fortschritt: Er entsteht dadurch, dass jemand anders denkt als andere. Daher müssen dem Schüler auch Möglichkeiten der Kreativität und der Eigeninitiative eingeräumt werden. Vielfalt durch Verschiedenheit ist aber auch in der Schule ein schwieriger Spagat.

Bildung soll Spaß machen. Die Schüler müssen fürs Leben lernen und sich bewusst sein, dass jeder Erfolg haben kann, und deshalb ist die Chancengleichheit sehr wichtig.

Die Umsetzung dieses Leitbildes ist unsere Zukunftsvision. Lehrpersonen und Eltern sollten den Schülern hierbei ein Vorbild sein: „Das erste Wirken ist das Sein des Erziehers; das zweite, was er tut; das dritte erst, was er redet.“ (Romano Guardini)

In allen acht Schulen wird unser Leitbild in Form einer Tafel – gut sichtbar – angebracht werden. Es soll unser Erkennungszeichen werden.


2.2 Entwicklungsschwerpunkte:  (5 Jahres-Plan–Masterplan)

In unserer Schule wollen wir…

*Das Schulprojekt und die Schulordnung überarbeiten und ein klares Regelwerk aufstellen, das helfen soll, das Leben in der Schulgemeinschaft (Zusammenarbeit zw. LP, mit den Eltern...) und den täglichen Ablauf zu organisieren (2011-2012);

* die Rückmeldungen und Erkenntnisse der internen und externen Evaluationals schulinterne Entwicklungsschwerpunkte (siehe Bericht zur internen Evaluation) festhalten (2011-2012);

* die überfachlichen Kompetenzen und die Selbstlernfähigkeit der Schüler durch folgende methodische Arbeitsformen weiterentwickeln (ab 2011):

1. Einsatz unterschiedlicher Lern- und Arbeitsmittel: didaktisches Material, Lehrbuch, Spiele, (interne/externe) Lernangebote,…;

2. Methoden, die das selbstständige Lernen unterstützen: Tages- oder Wochenplan, Kompetenzkarten, (geleitete) Freiarbeit, …;

3. das Lernen lernen durch Nutzung von Lesestrategien (Texte markieren, strukturieren, zusammenfassen), Recherchen durchführen (Informations- u. Medienkompetenz: Bibliotheken, Mediotheken, Bücher, Lexika, Internet), dokumentieren, Arbeiten präsentieren u. frei vortragen, Gedächtnisschulung (auswendig lernen)…

→Entwicklungsschwerpunkte (5 Jahres Plan – Masterplan)

  • den Französischunterricht im Kindergarten (auch durch Weiterbildung unserer Kindergärtnerinnen) intensivieren.
  • Natur und Umwelt (vom Kindergarten bis zum 6. Schuljahr)

Leitgedanke : Zurück zur Natur und den Grundbedürfnissen des Menschen; erfassen

der Umwelt mit allen Sinnen – auch durch außerschulische Lernorte.

  • Offene Aufgaben im Rechenunterricht integrieren.
  • Erstellen eines Lese- Rechtschreibekonzeptes.
  • Konkrete Arbeit an der Informations- und Medienkompetenz.


3. Lern- und Lebensgemeinschaft Schule

3.1 Schüler:

3.1.1: Einschreibung (siehe Art. 26 des Grundlagendekretes) 

Alle Schüler, die ihren Wohnsitz auf dem Gebiet der Gemeinde Burg-Reuland haben, werden in der Schule aufgenommen. Auch eingeschrieben werden die Schüler, die in einer Nachbargemeinde wohnen, die nächstgelegene Schule sich aber auf dem Gebiet unserer Gemeinde befindet. Schüler, die die oben erwähnten Bedingungen nicht erfüllen, können nach einem begründeten Antrag der Erziehungsberechtigten und einem positiven Gutachten des Schulträgers (Gemeinde) aufgenommen werden. Wenn die Unterrichtssprache nicht die Muttersprache des Schülers ist, sollte die Einschreibung bereits mit 3 Jahren erfolgen und zumindest ein Elternteil (z.B. zur Unterstützung bei den Hausaufgaben) Deutsch sprechen.

a) Kindergarten: 

 Die Kinder können den Kindergarten besuchen, sobald sie 3 Jahre alt geworden sind (Ausnahme: Ein Kind, das zwischen dem 1. September u. dem 31. Dezember das Alter von 3 Jahren erreicht, kann den Kindergarten bereits ab dem 1. September besuchen).

Weitere Details kann man dem Anhang des Einschreibeformulars entnehmen.

b) Primarschule:

 Die Schulpflicht beginnt mit dem Schuljahr, das in dem Kalenderjahr beginnt, an dem das Kind sechs Jahre alt wird.Auf Antrag des Erziehungsberechtigten sowie nach Begutachtung durch den Klassenrat und das PMS-Zentrum kann ein schulpflichtiges Kind während des ersten Jahres der Schulpflicht weiterhin den KG besuchen oder aber bereits in dem Schuljahr in der Primarschule eingeschrieben werden, das in dem Kalenderjahr beginnt, in dem das Kind das Alter von 5 Jahren erreicht.


3.1.2: Kompetenzerwartungen:

 A) Kindergarten:

 Die Kindergärten sind Orte spielerischen Lernens. Hier wird die Basis für Motivation, entdeckendes Lernen, Lernfreude, Arbeitseifer, Selbstvertrauen, Arbeitshaltung… gelegt. Eine ganzheitliche Förderung der Persönlichkeit im emotionalen, sozialen, motorischen und kognitiven Bereich leistet eine unverzichtbare Vorbereitung auf die Primarschulzeit. Dabei wird allerdings nicht bereits die systematische Erarbeitung der Lerninhalte eines 1. Schuljahres angestrebt.

Zum Aktivitätenplan des Kindergartens gehören folgende Grundlagenfächer :

-       Muttersprache : u.a. (Hören - Lauschen - Lernen)

-       Fremdsprachliche Aktivitäten (Min 100’/Woche)

-       Psychomotorik : Bewegung, Rhythmik

-       Weltorientierung : Brauchtum

-       Musische Bildung und bildende Kunst

-       Entwicklung des mathematischen Denkens (Entenland, Zahlenland)

-       Basteln, Werken

-       Medienerziehung

-       Didaktik für die 1. Bildungsjahre

-       Naturwissenschaftliche Früherziehung – Interesse wecken - Natur- und     

        Sachbegegnung

-       Umgang mit häuslicher Gewalt

-       Musik

Gerade im Kindergarten sind klare Strukturen von äußerster Wichtigkeit.

Hier wird die konsequente Einhaltung von Regeln und Ordnung erlernt. „Äußere Ordnung erzeugt auch innere Ordnung“. Wichtige Rituale werden regelmäßige Bestandteile des Schultags.

Wichtig erscheint es täglich alle Sinne anzusprechen.

Hier wird ebenfalls der Grundstein für Partner- und Gruppenarbeit gelegt.

Frühzeitiges Erkennen der offenen Fragen bezüglich der Lernfähigkeit (Entwicklungsverzögerungen) oder besondere Begabungen sollen in Zusammenarbeit mit den externen Partnern (PMS, Frühhilfe, Logopädie, Kitz, SPZ…) zeitig erkannt und mit den Eltern besprochen werden.

→ Vorstellung von Förderangeboten. Bei fehlender Schulreife besteht die Möglichkeit eines zusätzlichen Jahres im Kindergarten.

Schließlich finden am Ende der Kindergartenzeit gemeinsame Aktivitäten mit dem 1. Schuljahr der Primarschule statt. Hierbei liegt das Ziel klar darin einen gleitenden Übergang (auch im sozialen Bereich) zu gewährleisten.

B) Primarschule:

 a) fachliche Kompetenzen: Sie zielen auf den Erwerb von fachspezifischem Wissen und Können, auf die Anwendung des Wissens und seine Verknüpfung in lebensnahen Handlungszusammenhängen. Die Aneignung fachlicher Kompetenzen umfasst u.a. das Erkennen von Zusammenhängen, das Verstehen von Argumenten u. Erklärungen, das Aufstellen von Hypothesen, das Bewerten von Thesen und Theorien.

b) überfachliche Kompetenzen: Folgende überfachlichen Kompetenzen stehen in engem wech- selseitigem Zusammenhang:

* Methodenkompetenz: Lese-, Kommunikations-, Informations- u. Medienkompetenz

* Soziale Kompetenzen: Einhalten von (Verhaltens)Regeln, Zusammenarbeit mit anderen, Entwickeln von Konfliktfähigkeit, Übernehmen von Verantwortung, usw.

Personale Kompetenzen: Selbstvertrauen u. Selbstwertgefühl, Einfühlungsvermögen, kritische Selbstwahrnehmung u. Urteilsfähigkeit (siehe Rahmenpläne (=Lehrpläne) der DG u. Schulordnung, Punkt 5.1.1.)

c) Maßnahmen bei Hochbegabung und bei Lernschwierigkeiten:

 Jedes Kind hat Anrecht auf eine ihm angemessene schulische Förderung, die im Rahmen von Präventions- und Differenzierungsmaßnahmen in der Schule stattfindet. Falls sich Lernschwierigkeiten ergeben, sollte frühzeitig in Eltern-Lehrergesprächen (evtl. unter Mithilfe der externen Partner, s. Punkt 4.2) nach angepassten und praktikablen Lösungen gesucht werden.

  • Anpassung des Anspruchsniveaus, der Unterrichtsinhalte und des Lernpensums an die individuellen Bedürfnisse (Differenzierung);
  • Unterstützung des Lernprozesses durch die Unterrichtsmethodik und –didaktik;
  • Hilfestellung durch die Lehrpersonen, durch Fachlehrer oder durch die Mitschüler;
  • außerschulische Hilfsangebote : therapeutische Maßnahmen, Nachhilfelehrer;

Wenn einem Förderbedarf mit den Mitteln allgemeinpädagogischer Maßnahmen nicht entsprochen werden kann, sollte seitens des PMS-Zentrums im Einverständnis mit den Eltern festgestellt werden, ob sonderpädagogischer Bedarf bei dem Schüler besteht.

Sonderpädagogische Förderung umfasst einen individuellen Förderplan in Förderschulen (Zentrum für Förderpädagogik, kurz ZFP) oder in Regelschulen. Umfang und Inhalt werden durch den Förderbedarf sowie die personellen, materiellen und organisatorischen Rahmenbedingungen bestimmt.

Diese Rahmenbedingungen sind zusammen mit den individuellen Bedürfnissen des Schülers maßgeblich für die Festlegung des Förderorts, wobei dies der Ort ist, an dem den Bedürfnissen des Kindes am ehesten und am besten entsprochen wird.

 Verfahren (Kapitel 8 des Grundlagendekretes) :

 Beratung und ausführliche Erklärungen zu der Verfahrensprozedur erhalten die Eltern bei der Schulleitung, beim PMS-Zentrum oder unter www.bildungsserver.be (F Schulvorschriften F Regelschulen F Sonderpädagogische Förderung).

Sollten die Erziehungsberechtigten oder die Schule trotz guten Willens nicht zu einer einvernehmlichen Lösung finden, besteht die Möglichkeit, den Förderausschuss anzurufen.

Sind die Erziehungsberechtigten nicht mit der Entscheidung des Förderausschusses einverstanden, wird die Angelegenheit an den Jugendrichter weitergeleitet.

Auch bei Vermutung einer Hochbegabung steht zu Beginn die Abgabe eines Gutachtens des PMS-Zentrums, um die weiteren Planungsschritte einer gezielten Förderung innerhalb und

außerhalb der Klasse in die Wege zu leiten.

d)  Leistungsprinzip und Leistungsermittlung:

 Die Bewertung ist ein wesentlicher Bestandteil des Lehr- und Lernprozesses. Sie gibt sowohl dem Schüler, den Lehrern, wie auch den Eltern regelmäßig Auskunft über die Qualität der erbrachten Leistungen und die individuelle Entwicklung des Schülers.

Sie beschreibt gezielte Beobachtungen und Überprüfung der Leistungsentwicklung des Kindes während 2 Jahren (Stufe).

„Eine kompetenzorientierte Leistungsermittlung und –bewertung ist so anzulegen, dass Schüler über ihre Lernfortschritte und den Stand der individuellen Kompetenzentwicklung informiert sind. Diese macht den Schülern auch die Notwendigkeit weiterer Lernanstrengung bewusst u. zeigt ihnen ein realistisches Bild ihres Leistungsstandes u. Vermögens auf (...)

Es bedarf einer bewussten Fehlerkultur im schulischen Alltag. Fehler im Unterricht können im Lernprozess konstruktiv genutzt werden. Sie sind die Indikatoren für Schwierigkeiten im Lernprozess. Daher dürfen sie nicht einseitig negativ gewertet werden. Wenn produktiv mit Fehlern umgegangen wird, fördern sie den Prozess des Weiterlernens und sind eine Chance  für echte Lernfortschritte bei Schülern. “ (Rahmenpläne der DG)

In diesem Sinne haben wir vor einigen Jahren unsere Zeugnisse konzipiert:

Das Zeugnis wird 3 x jährlich geschrieben und beinhaltet eine Selbstbewertung sowie

formative (Bemerkungen der LP) und normative Bewertung („Punkte“). Jede Stufe hat ein eigenes Bewertungssystem, wobei eine Verlagerung von der formativen Bewertung (1. Stufe) zur normativen Bewertung (3. Stufe) der Kritikfähigkeit der Schüler angepasst ist.

Ergänzt werden diese Noten durch Berichte zur Entwicklung, zu besonderen Fördermaßnahmen, Empfehlungen und Entscheidungen zum Schuljahresende. Zudem gibt das Zeugnis Auskunft über das Arbeits- und Sozialverhalten.

Zusätzlich organisieren wir jährlich nach dem 1. Zeugnis einen Elternsprechtag und stehen den Eltern darüber hinaus jederzeit für zusätzliche Gespräche zur Verfügung.

Am Ende einer jeden Stufe entscheidet der Klassenrat, ob der Schüler ein zusätzliches Jahr in der betreffenden Stufe verbleibt, wobei ein Schüler maximal während 7 Jahren die Primarschule besuchen darf.

Ausführliche Informationen finden Sie im Vorwort des Zeugnisses.

Im Pädagogischen Rat wurden die Kriterien zum Erhalt des Abschlusszeugnisses der Grundschule(=GAZ) wie folgt festgelegt: In Muttersprache, Mathematik und Französisch sind 50% und im Gesamtergebnis 60% der Punkte erforderlich. Überdie Vergabe des Diploms entscheidet der Klassenrat.

Im 6. Schuljahr erhalten die Schüler zusätzliche Informationen zu den weiterführenden Schulen (Tage der offenen Tür,…) und zur Berufswahlvorbereitung (BIZ-Mobil, ASL…).

Sind die Eltern eines Schülers mit der Entscheidung des Klassenrates über die Nicht-vergabe des Grundschulabschlusszeugnisses nicht einverstanden, haben sie die Möglichkeit, die Einspruchskammer (Prozedur siehe Bildungsserver, Art. 39 des Grundlagendekretes) anzurufen, die überprüft, ob formale Fehler begangen wurden. Grundsätzlich befürworten wir die Teilnahme an (internationalen)Vergleichsarbeiten wie PISA, DELF (Zweitsprache), VERA, IGLU, LRS …, um objektivere Daten zum Leistungsstand der Schüler zu erhalten. Auch das Erstellen gemeindeinterner Vergleichsarbeiten in Anlehnung an die Rahmenpläne fassen wir ins Auge.

Der Unterricht bedarf einer ständigen Evaluation (Erfolgskontrolle), die zeigt, wie sich Ist- u. Soll-Wert zueinander verhalten. Vergleichsarbeiten sollten  daher als Anlass einer methodisch-didaktischen Maßnahmenplanung herangezogen werden.

Da die Pädagogische Inspektion in den nächsten Jahren Weiterbildungen zu diesem Thema beabsichtigt, werden wir diese abwarten, um unsere Bewertungskriterien und unser Bewertungskonzept weiterzuentwickeln und anzupassen.


3.2  Lehrpersonen:

Die Arbeit der Lehrpersonen umfasst zwei Hauptaufgaben:

3.2.1. den Unterrichtsauftrag: die fachliche Kompetenz der LP;

3.2.2. den Erziehungsauftrag: die pädagogische Kompetenz der LP;

Dokument : Auftrag des Schulträgers an das Lehrpersonal : Vor Dienstantritt wird dieses Dokument von jeder Lehrperson gutgeheißen, indem es unterschrieben wird.


3.2.1: Unterrichtsauftrag:

Beim Unterrichtsauftrag geht es darum, den Unterricht unter Berücksichtigung der Aktivitäten- u. Rahmenpläne vorzubereiten und durchzuführen. Die Verbesserung der wichtigsten Schülerarbeiten kann dabei Aufschluss über (noch) bestehende Defizite des Schülers geben. 

Hierfür wurden die Lehrpersonen aus- und fortgebildet, so dass die Gestaltung des Unterrichts in die Kompetenz und Verantwortung des Lehrerkollegiums fällt.

Eine regelmäßige Kontrolle dieser Arbeit wird im Rahmen der Beurteilungsberichte des Schulleiters und der internen und externen Evaluation der Schule vorgenommen.

a)  Lernumgebung und Lernatmosphäre:

  • die Lehr- und Lernzeit wird intensiv für Unterrichtszwecke genutzt, es gibt keinen Zeitverlust zu Beginn, während oder am Ende einer Unterrichtseinheit, ganz nach dem Motto : „Pünktlichkeit ist ein Qualitätsmerkmal“;
  • die Lehrperson achtet außerdem darauf, dass die Teilnahme an Weiterbildungen (maximal 3 Tage pro Schuljahr  während der Schulzeit), Projekten und außerschulischen Aktivitäten in einem ausgewogenen Verhältnis zur verfügbaren Unterrichtszeit steht;
  • ein strukturierter Klassenraum, eine wohl überlegte Sitzordnung, der effiziente Einsatz didaktischer (Hilfs)Mittel und eine konsequente Klassenführungskompetenz der Lehrperson  fördern die Lernbereitschaft und gewährleisten eine möglichst störungsfreie Unterrichts-organisation;
  • gegenseitige Wertschätzung aller Beteiligter sorgt für ein positives Lernklima;

b)    Fachliche und didaktische Gestaltung des Unterrichts:

- „Ausgangspunkt ist das Lernen der Schüler/innen und die Verbesserung der Lernfortschritte. Dabei wird Lernen auf Wissensvermittlung bezogen, aber auch auf Verstehen u. Können sowie die Entwicklung der Persönlichkeit, also auf Werte, Haltungen, soziale Kompetenzen und Charakter (siehe überfachliche Kompetenzen).Die Lerninhalte werden den Schülerinnen und Schülern von den LP gewissermaßen angeboten, die meisten davon sind verpflichtend. Sie können auch eigene Vorschläge zu den Inhalten einbringen. Aneignen müssen sich diese Inhalte die Schüler/innen selbst. Dazu benötigen sie Arbeits-, Präsentations- und Kommunikationstechniken. Sie lernen dadurch das Lernen des Lernens. Praktisch kann man sich das als Methodenlernen vorstellen, also z.B. als Nutzung von Lesehilfen (Texte markieren, strukturieren, zusammenfassen), Recherchen durchführen (Bücher, Lexika, Internet), dokumentieren, visualisieren, frei vortragen, Gedächtnis schulen, paraphrasieren (mit eigenen Worten zusammenfassen) u.Ä.

Dies ist die Grundlage der Selbstlernfähigkeit, um die es letztlich geht. Die Schüler/innen  lernen auch voneinander. Stärkere Schüler/innen erklären schwächeren Sachverhalte  und Lösungen. Davon haben beide etwas; denn nur wer anderen etwas zu erklären vermag, kann sicher sein, dass er selbst verstanden hat, und erst wenn man etwas wirklich verstanden hat, kann man es auch in anderen Feldern anwenden. Es geht um Freude am Lernen, aber auch um Anstrengungsbereitschaft. Anstrengungen wiederum lohnen und  motivieren nur in authentischen Lernsituationen, die Sach- und Lebensprobleme zum Gegenstand haben.“ (aus Professionswissen Schulleitung, H. Buchen, H.-G. Rolff, S. 463 ff.)

  • Eine abwechslungsreiche Unterrichtsgestaltung und eine Steigerung der Lernmotivation wird durch Methodenvielfalt erreicht: Einzel-, Partner-, Gruppenarbeit, Frontal-, Projekt-, Werkstattunterricht, Freies Schreiben u. Freie Arbeit, Tages- oder Wochenplan, Lernspiele...
  • Inhalt u. Anforderungsniveau entsprechen dem Leistungsvermögen der Schüler, d.h.  dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen, dem unterschiedlichen Leistungs vermögen durch Differenzierungsmaßnahmen gerecht zu werden;
  • die Unterrichtsgestaltung ist auf die Kompetenzerwartungen u. die Inhalte der Rahmen-pläne abgestimmt und vermittelt Lern-, Such- u. Lösungsstrategien (s.o.);

Medien u. didaktische Arbeitsmittel sorgen für Anschaulichkeit (konkrete Einführung eines neuen „Unterrichtsstoffes“) und werden zielführend eingesetzt; Unterstützung eines aktiven Lernprozesses:

„Ich höre und vergesse, ich sehe und behalte, ich tue und verstehe“

  • die Schüler erreichen einen Lernzuwachs, indem sie verbale, mediale oder schriftliche Produkte erstellen;
  • die Schüler zeigen Motivation für ihren Lernprozess und überprüfen mit zunehmendem Alter ihre Arbeiten durch Selbstkontrolle;
  • der Unterricht fördert den Erwerb sozialer Erfahrungen durch Zusammenarbeit und bietet   Möglichkeiten, eigene Lösungswege zu entwickeln, diese zu argumentieren und kritisch zu hinterfragen;
  • einzelne Schüler, Gruppen oder Schuljahre bearbeiten Aufgaben, die niveaudifferent und differenziert angelegt sind und selbstständiges Arbeiten ermöglichen;
  • die Arbeit im Klassenverband erreicht breite Schüleraktivierung und fachliche Interaktion zwischen den Schülern;

Hilbert Meyer fasst dies in seinen 10 Merkmalen guten Unterrichts zusammen:

Klare Strukturierung, echte Lernzeit, lernförderndes Klima, sinnstiftendes Kommunizieren,

Methodenvielfalt, individuelles Fördern, intelligentes Üben, transparente Leistungserwartungen, vorbereitete Umgebung.

Diese sind auch Grundlage der Externen Evaluierung.


3.2.2.: Erziehungsauftrag:

Beim Erziehungsauftrag geht es im Wesentlichen darum, dass der Schüler sich in eine Gruppe integrieren kann und die ihm anvertrauten Aufgaben nach bestem Wissen und Gewissen erledigt.Hierbei profitiert die Schule natürlich von einer guten Erziehungsarbeit der Eltern, die vor allen Dingen in den drei ersten Lebensjahren von richtungweisender Bedeutung ist.

Wir stellen aber zunehmend fest, dass die Lehrpersonen mehr Zeit und Energie in den Erziehungsauftrag investieren müssen, worunter der Unterrichtsauftrag dann zwangsläufig leidet.

Wie bereits im Leitbild erwähnt, sollte die Lehrperson durch ihr Sein ein Vorbild für die ihr anvertrauten Schüler sein und sie im ständigen Austausch mit den Eltern in seiner persönlichen und sozialen Entfaltung stärken und unterstützen. Bei gravierenden Verhaltensauffälligkeiten sollte die Unterstützung durch externe Partner (siehe Punkt 4) in Erwägung gezogen werden.


3.2.3.: Zusammenarbeit und Weiterbildung:

„Die LP sehen vielmehr ihre vornehmste Aufgabe darin, die Eigenaktivität jedes einzelnen Schülers zu fördern und die Qualität der Lernergebnisse zu sichern . Sie verstehen sich als qualifizierte Vertreter ihres Faches und mit dem gleichen Nachdruck als Experten für Lernprozesse. Fast keine LP ist mehr allein auf ihre Klasse fixiert. Um schüleraktivierendes Lernen und kompetenzfördernden Unterricht durchführen zu können, arbeiten sie mit anderen LP zusammen. (…)

Die LP verstehen sich selbst als Lernende. Sie lernen voneinander und sie lernen von der systematischen Überprüfung ihres Unterrichts. Voneinander lernen sie z.B. durch Austausch ihrer besten Ideen, Materialien und Unterrichtssequenzen („best practice“), durch gut vorbereitete, bestimmte Lernaspekte ins Auge fassende gegenseitige Hospitationen und durch gemeinsame Fortbildungen in der Schule wie auch außerhalb. Von ihrem Unterricht lernen sie durch Evaluation.“ (aus Professionswissen Schulleitung, H. Buchen, H.-G. Rolff, S. 463 ff.)

Neben regelmäßigen Personalversammlungen tagt mindestens 4 x pro Schuljahr der Pädagogische Rat, der sich aus LP aller 8 Schulen zusammensetzt. Dabei werden neben organisatorischen und dienstrechtlichen Punkten auch pädagogische und unterrichtsrelevante Themen besprochen.


3.2.4.: Unterrichtsinhalte: Schulinternes Curriculum:

„Durch schulinterne Curricula haben die Einzelschulen eine Chance, die Rahmenpläne standortspezifisch umzusetzen unter Beachtung der schuleigenen Ressourcen, der spezifischen Schülerklientel und der im Schulprojekt verankerten Leitideen. Auch kann jede Schule schulinterne Entwicklungsschwerpunkte festlegen. Schulprojekt und schulinterne Curricula helfen den Einzelschulen ihren schulinternen Entwicklungsprozess noch effizienter umzusetzen, indem sie Abstimmungen und Konsensbildung zwischen Fachbereichen, zwischen Stufen und auf Ebene der Gesamtschule ermöglichen. Diese schulinternen Absprachen werden verbindlich festgehalten.“ (Pädagogische Inspektion und Beratung (PIB) der DG).

Die Erstellung des schulinternen Curriculums wird der nächste Schwerpunkt unserer konzeptionellen Arbeit sein (ab Schuljahr 2012-2013).


3.3  Schulleitung:

 Der Schwerpunkt der Arbeit der Schulleitung liegt in folgenden Bereichen:


3.3.1.: Unterrichtsorganisation:

(s. Schulordnung: Punkt 5.1.3., organisatorische Führung)


3.3.2.: Pädagogische Leitung u. Qualitätssicherung:

(s. Schulordnung: Punkt 5.1.3., pädagogische Führung)

a)  Schulentwicklung: Organisation und Durchführung von Konferenzen, in Zusam-menarbeit mit dem Kollegium, die Definition des Leitbildes u. das Formulieren und Überprüfen der Zielerreichung der Entwicklungsschwerpunkte der Schule (Teilcurriculum), Durchführung bzw. Analyse der internen u. externen Evaluation,

b) Personalentwicklung: In diesen Bereich fallen die Weiterbildung, die Unterrichts-besuche und das Verfassen der Beurteilungsberichte;

 
3.3.3.: Administrative Aufgaben:

in Zusammenarbeit mit dem Schulträger bzw. demKlassenleiter u. den externen Partnern: die Führung der Personalakten derLehrpersonen und der Schülerakten;



3.3.4.: Interne u. externe Kommunikation:

die Kommunikation mit allen involviertenPersonen und Instanzen, die Vertretung der Schule nach außen;     


3.4  Eltern:

Die Erziehung der Kinder wird von der Schule mitgetragen. Es ist daher wichtig, dass Schule und Elternhaus partnerschaftlich und vertrauensvoll zusammen-arbeiten, um verlässliche Beziehungen für die Kinder aufzubauen.


3.4.1.: Kommunikation:

Einige Grundregeln können von vornherein helfen, mögliche Missverständnisse zu vermeiden:

* jeder Gesprächspartner genießt den gleichen Respekt;

* unterschiedliche Sichtweisen werden direkt zwischen den Betroffenen u. nicht über Dritte kommuniziert;

*  mit zunehmender Reife sollte der Schüler selbst versuchen seine Belange zu klären;

* wenn dieser Schritt noch kein befriedigendes Ergebnis bringt, dann ist der Meinungsaustausch zwischen Erziehungsberechtigten u. Lehrkraft der nächste. Die Lehrkraft informiert die Schulleitung über anstehende oder erfolgte Gespräche;

* und nur wenn auch diese Gespräche keine Klärung bringen, sollte die Schulleitung mit einbezogen werden; (s. Schulordnung, Punkt 5.1.4.)

 
3.4.2.: Kooperation:

Lernen ist ein aktiver und individueller Prozess, den nur der Schüler selbst leisten kann. Persönliche (Arbeitshaltung, Lernmethoden, Respekt,…) und soziale Kompetenzen (Teamfähigkeit, Problemlösestrategien…) sind die Grundlage für erfolgreiches Lernen. Neben der Freude am Lernen gehören aber auch die Anstrengungsbereitschaft, das Üben und das Überwinden von Schwierigkeiten dazu. Gegenseitige Unterstützung zwischen Schule und Elternhaus (nicht Bevormundung oder Einmischung in gleich welcher Richtung) sind ein wichtiger Baustein im gesamten Bildungssystem.

Wenn die Lehrperson den Eindruck hat, dass eine bedeutende Entwicklungsverzögerung vorliegt oder dass das Klassenziel gefährdet ist, sollte sie frühzeitig das Gespräch mit den Eltern suchen, um die erforderlichen Hilfsmaßnahmen (innerhalb und/oder außerhalb der Unterrichtszeit) in die Wege zu leiten. Dabei können andere Institutionen der Schule – bei Einverständnis der Eltern – beratend und hilfreich zur Seite stehen. Um den Schüler adäquat fördern zu können, ist eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten auf der erforderlichen Vertrauensbasis vonnöten.

Gemeinsam über Erziehung nachzudenken lässt die Partner der Schulgemeinschaft zusammenwachsen und sich besser kennen lernen. Insofern ist die Organisation von Vortragsabenden ein hilfsreiches Mittel, um ein „Erziehungsbündnis“ Eltern-Schule anzustreben, wobei sowohl das Elternhaus als auch die Schule ihre eigenen „Erziehungsstile“ praktizieren können;

Die Unterstützung im schulischen und familiären Umfeld ist ein primäres Bedingungsfeld zur Ausnutzug der Kapazitäten eines jeden Kindes. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn Eltern und Lehrer sich in einem ausreichenden Zeitrahmen dem Kind zuwenden. Außerschulische Betreuung und Hausaufgabenbetreuung sollen die zunehmend durch ihre berufliche Tätigkeit beanspruchten Eltern entlasten. Dadurch wird auf der anderen Seite aber auch ein wichtiger Einblick in das schulische Leben und Leisten des Kindes reduziert.

Die Elternvereinigung gilt als Vertretung der Elternschaft der Schule und spielt eine aktive Rolle bei der (Mit)Gestaltung des Schullebens und des Schulprojektes. Sie trifft sich regelmäßig mit den Lehrkräften (und der Schulleitung) und unterstützt diese in ihrer Arbeit.  Neben organisatorischen Punkten sollten auch pädagogische und inhaltliche Fragen besprochen und diskutiert werden. Die Unterrichtsgestaltung u. -entwicklung bleibt allerdings dem Kompetenzbereich der Lehrkräfte überlassen. Bei individuellen Problemen sollte zunächst immer der direkte Kontakt zwischen den Betroffenen gesucht werden (siehe oben). Daher sollte stets gründlich abgewogen und abgesprochen werden, welche Belange in einer öffentlichen Versammlung angesprochen werden und welche nicht.


3.5  Schulträger:

siehe Punkt 5.1.5. der Schulordnung 


4. Externe Institutionen:

4.1 Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft:

In den Aufgabenbereich des Ministeriums der DG fallen folgende Bereiche:

Personal- u. Unterrichtsentwicklung: Autonome Hochschule (AHS) : Erstausbildung und Weiterbildung, (internationale) Vergleichsarbeiten (PISA, IGLU, VERA, DELF…) PIB: Beratung und Begleitung der Schulen;

Schulentwicklung: Gesellschaftsprojekt, Unterstützung der internen Evaluation, Durchführung der externen Evaluation (AHS), nationale und internationale Kooperationen;

Verwaltung: Verwaltung der Schüler- und Personalakten, Verwaltungsprogramm, Funktionssubventionen, Infrastruktur, usw. Weitere Informationen unter  www.bildungsserver.be

http://www.bildungsserver.be/


4.2 Externe Partner:

Mit folgenden Institutionen u. Partnern streben wir eine enge Zusammenarbeit an:

a)PMS-Zentrum: Beratungen (Schüler, Eltern, Lehrer) im psychischen, medizinischen und sozialen Bereich, im Bereich der Schülerlaufbahn und bei Lernschwierigkeiten, Erstellen von (sonderpädagogischen) Gutachten, Empfehlung angepasster Hilfs- u.  Therapiemöglichkeiten,...

b)Zentrum für Förderpädagogik (ZFP): Betreuung von Integrationsprojekten in Zusammenarbeit mit den Regelschulen: gemeinsames Erstellen von Förderplänen, Entwicklungsbilanzen, Förderkonferenzen,...

Aus- u. Weiterbildungen im Bereich der Förderpädagogik

c) weitere Institutionen: Gesundheitszentrum (regelmäßige Untersuchungen), Suchtvorbeugung (ASL), Sozial Psychologisches Zentrum (SPZ), Therapiezentren (KITZ, Frühhilfe,...) , hiesige Betriebe, „Islek ohne Grenzen“ (D – L – B), Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, lokale, nationale oder internationale Hilfsorganisationen, Dorfvereine, Senioren...

d)Therapeuten: Therapeutische Maßnahmen auf dem Fachgebiet der Logopädie, Ergo-therapie, Psychomotorik, Kinesiologie usw. können nur im Einverständnis mit den Eltern ergriffen werden.